Konfessionelle Gesundheits- und Sozialeinrichtungen stehen im wirtschaftlichen Wettbewerb, dieses gilt auch für kirchliche Kindertageseinrichtungen. Gleichzeitig haben sie als gemeinnützige Organisationen der Kirche einen inhaltlichen Auftrag. Dieses christliche Profil muss auch in einem verschärften Marktumfeld und mit einem sinkenden Anteil kirchlich gebundener Mitarbeitender mit Leben gefüllt werden, um dem ureigenen Auftrag gerecht zu werden.

Maßnahmen zur Profilschärfung müssen sowohl auf ihre betriebswirtschaftlichen Konsequenzen als auch auf die theologische Bedeutung hin untersucht werden, wozu es eines disziplinenübergreifenden Blicks bedarf.

Referenzen zu Projekten in konfessionellen Sozial-, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowohl in Trägerschaft von Orden als auch der verfassten Kirche liegen vor.

Typische Fragestellungen

Beispielfragestellungen können lauten:

  • Wie äußert sich der Anspruch ein christliches Profil zu haben in der individuellen Situation einer Einrichtung?
  • Worin äußert sich der Anspruch ein christliches Profil zu haben in einzelnen Berufsgruppen, auch den „patientenfernen“?
  • Wie kann ein starkes christliches Profil betriebswirtschaftlich relevante Faktoren beeinflussen?
  • Wie nehmen die Mitarbeiter, Bewohner, Patienten etc. das christliche Profil aktuell wahr und wo sehen sie Handlungsbedarf?
  • Wie werden bestehende Maßnahmen zur Schärfung des christlichen Profils von Mitarbeitern etc. bewertet?
  • Wie kann das „innere Leitbild“ der Mitarbeitenden für die Entwicklung von Profilgrundsätzen nutzbar gemacht werden?
  • Wie kann die Beschäftigung mit einer werteorientierten, christlichen Unternehmenskultur als verbindender Faktor Fusionsprozesse konfessioneller Häuser aktiv unterstützen?
  • Wie kann die Weiterentwicklung eines christlichen Profils in den Zielen der Führungskräfte verbindlich verankert werden?

Unterstützungsvarianten

Eine Unterstützung kann je nach Bedarf unterschiedlich aussehen:

  1. Ein Impulsreferat kann für eine bestimmte Facette des Themas Profilbildung sensibilisieren
    Projektbeispiel: Kurzvortrag bei einer Führungskräftetagung
  2. In einem gemeinschaftlich entwickelten Konzept können Maßnahmen zur Profilbildung spezifisch beleuchtet und abgestimmt werden
    Projektbeispiel: Konzeption von einrichtungsspezifischen und -übergreifenden Maßnahmen zur Profilbildung bei einem Komplexträger
  3. Auf einer breit angelegten Workshopreihe können Anforderungen zur Profilentwicklung gesammelt werden
    Projektbeispiel: Konkretisierung des trägerübergreifenden, religionspädagogischen Profils der Kitas in einer Landeskirche als Vorbereitung zur Abstimmung eines Profilrahmens
  4. Eine Evaluation kann einen Überblick über den Erfolg bestimmter Maßnahmen bieten
    Projektbeispiel: Begutachtung eines Projektes zur Profilschärfung mit Identifikation von Stärken und Schwächen sowie möglichen Handlungskonsequenzen
  5. Durch Mitarbeiter- und Führungskräftebefragung können Entwicklungsnotwendigkeiten bestimmt werden
    Projektbeispiel: Befragung mit leitfadengestützten Fokusinterviews um die Bedeutung des Themas „Führung“ bei der Profilentwicklung zu beleuchten
  6. Eine externe Moderation kann eine Veranstaltung unterstützen
    Projektbeispiel: Moderation einer Podiumsdiskussion bei einer Führungskräftetagung
  7. Durch die externe Übernahme der Prozesskoordination können bestimmte Sonderprojekte umgesetzt werden
    Projektbeispiel: Entwicklung und Abstimmung von Bausteinen für Zielvereinbarungen von Führungskräften